Familienkreis 1

Garten Picker, die bekannte Gärtnerei, das Staudenparadies in Borken-Weseke war am Freitag dem 18. August unser Ziel. Wir Garten- und Pflanzenfreunde, aber auch Gaumenfreuden nicht abgeneigten Interessierten trafen uns wie vereinbart auf dem Parkplatz des Schaugartengeländes. Gemeinsam gingen wir dann zum Eingang und warteten gespannt, was uns nun bei der von Elke organisierten Führung nun so alles geboten würde. Zunächst aber gingen wir zum gemeinsamen Kaffeetrinken und lecker Kuchen essen an einem bereits eingedeckten Tisch mitten im wunderschönen Gartengelände. Ein Gartenerlebnis mit Augen und „Gaumen“ war somit der Einstieg in diesen schönen Freitag-Nachmittag.

„Energiesparen in Zeiten der Energiekrise“ – das Thema lockte am Freitag vergangener Woche fast 40 motivierte Frauen und Männer ins Pfarrheim St. Martinus an der Heriburgstraße in Nottuln.

Der „Familienkreis 1“ der Kolpingsfamilie Nottuln hatte dazu Christian Kurz vom Caritasverband für den Kreis Coesfeld e.V. als Referent eingeladen. Als Leiter des Projekts „Stromspar-Check“ konnte er über seine Erfahrungen aus mittlerweile achtjähriger Beratungsarbeit berichten. Das Angebot richtet sich an Bezieher sog. Transferleistungen wie ALG II, Sozialhilfe oder Wohngeld, an Rentnerinnen und Rentner mit geringem Einkommen, an Personen, deren Einkommen unter dem Pfändungsfreibetrag liegt und an Flüchtlinge und Flüchtlingsfamilien.

Der Familienkreis 1 der Kolpingsfamilie Nottuln hat am letzten Freitag (10.06.2022) den Bioenergiepark Saerbeck besucht. Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken in der Luncherie zeigte Heinz Klostermann, langjähriges Mitglied des Gemeinderats Saerbeck, in einer interessanten Führung auf, wie die Gemeinde Saerbeck das Konzept für den Bioenergiepark entwickelt und umgesetzt hat. Dabei wurde zum Teil mit einer gewissen Bauernschläue vorgegangen, um das ehemalige Militärgelände für die nachhaltige Erzeugung von Energie aus Photovoltaik, Wind, Biogas und Biomüll nutzen zu können. Mittlerweile erzeugen die Energieanlagen ein Mehrfaches des Strombedarfs der Gemeinde. Schlüssel zum Erfolg war die Gewinnung von lokalen Investoren und eine intensive Bürgerbeteiligung.

Im Anschluß machten die Teilnehmer noch einen kurzen Abstecher zur Baustelle des Enapter-Campus. Hier entsteht auf einem 76.000 qm großen Gelände in der Nähe des Bioenergieparks ein riesiges Werk, in dem pro Jahr mehr als 100.000 Elektrolyseure produziert werden sollen. Mit diesen Geräten in der Größe einer Mikrowelle kann grüner Wasserstoff erzeugt werden. Das Werk wird mit Strom und Fernwärme aus dem Bioenergiepark versorgt werden. Zusammen mit der Enapter-eigenen Photovoltaikanlage und dem beim Testen der Elektrolyseure erzeugten Wasserstoff wird das Werk ohne fremde Energie betrieben werden. Die Produktion soll mit über 300 qualifizierten MitarbeiterInnen erfolgen. Ziel des Unternehmens ist es, die Kosten durch Massenproduktion derart zu senken, dass die Elektrolyseure auch für den Hausgebrauch eingesetzt werden können. Damit ließe sich, vereinfacht dargestellt, während der Sommerzeit Wasserstoff aus überschüssigem PV-Strom erzeugen und in der sonnenarmen Zeit per Brennstoffzelle wieder in Strom umwandeln.

   

St. Martinus Nottuln  

   

Ich bin im Kolping, weil ...  

   

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