„Treue leben in Gemeinschaften und Beziehungen“ war das Thema, mit dem sich der Familienkreis 1 in der Kolpingsfamilie Nottuln anlässlich seines 35-jährigen Bestehens beschäftigte. Um den Anlass unter den gegebenen Bedingungen angemessen begehen zu können, war die Kolping-Bildungsstätte in Coesfeld der geeignete Ort. Die meisten der 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich für die Anreise mit dem Fahrrad entschieden und ließen sich dabei von Hanne und Hermann Nienkemper am Rand der Baumberge nach Coesfeld führen.

Aus ursprünglich fünf Familien im Jahr 1985 entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte ein Kreis von 44 Personen. Es hat in den Jahren immer wieder Wechsel gegeben, Familien - und später  - Paare kamen hinzu bzw. verließen den Kreis wieder. Die Verbindung mit der Kolpingsfamilie Nottuln war von den Gründern von Anfang an gewollt. Der Verband mit seiner u.a. auf Familien und soziale Fragen ausgerichteten Arbeit war attraktiv. In den ersten Jahren nach der Gründung erfuhr der neue Kreis vielfältige Unterstützung vor allem durch Paul Thiele, Willi Austermann und den kürzlich verstorbenen Helmut Brake.

Das Thema „Treue leben“ hatte so einen unmittelbaren Bezug zum Familienkreis. So war die von Ursula Hüllen (Seelsorgerin für den Kolping - Kreisverband Coesfeld) geleitete inhaltliche Arbeit am Freitag darauf angelegt, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer miteinander in den Austausch über die zahlreichen Wort-  und Gedankenverbindungen zum Wort „Treu(e)“ zu bringen. Die Gemeinsamkeiten und Abstufungen in der Weise, wie „Treue“ gelebt werden kann, Impulse aus biblischen Texten und Erfahrungen der Einzelnen wurden ausgetauscht und in treffenden Begriffen festgehalten.

Der Abend im „Jazzkeller“ der Bildungsstätte ermöglichte einen lebhaften Austausch von Erinnerungen und Anekdoten aus der Geschichte des Kreises. Ein von Peter Schulte und Klaus Maas zusammengestellter Film, und die von Achim Guhr ausgewählten Fotos boten zahlreiche Anlässe für Erzählungen zu gemeinsamen Fahrten und Feiern. Bei der Abreise nach dem Frühstück am nächsten Morgen waren sich alle einig: „Gut, dass wir uns haben, dass es möglich ist, auch in einem großen Kreis vertrauensvoll zusammen sein zu können.“

Ein programmatischer Satz Adolph Kolpings motiviert bis heute: „Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist.“ Viele Mitglieder sind z.T seit Jahrzehnten in der Kirchengemeinde, in der Caritasarbeit, in der Politik und in Sportvereinen aktiv.

   

St. Martinus Nottuln  

   

Stapelfeld  

   

Ich bin im Kolping, weil ...  

   

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