Journalisten sehen sich seit einigen Jahren zunehmenden Angriffen vor allem aus Kreisen AfD naher Protestierer ausgesetzt. Fernseh- und Printmedienvertreter werden als „Lügenpresse“ bezeichnet. Spätestens nach dem letzten Wahlkampf um die Präsidentschaft in den USA sind „Fake News“ ein beliebtes Mittel der Desinformation und Verunglimpfung der politischen Kontrahenten – auch in Deutschland. Wie ist es also um die „4. Macht“ im Staat bestellt?

Eine wichtige Begriffsklärung in Bezug auf „Populismus“ stand am Beginn des Referates. Man stellt sich als die wahren Sprecher des „Volkes“ dar, das gegen die „Elite“ und deren Entscheidungen aufstehen muss. Dagegen zeigte der Referent des Abends vor einer erfreulich großen Zahl interessierter Zuhörerinnen und Zuhörer die Qualitätskriterien für einen qualitativ guten Journalismus auf. Vollständigkeit, Glaubwürdigkeit, Objektivität, Wahrheit und das Bedenken der Folgen der Berichterstattung sind die leitenden Kriterien guter journalistischer Arbeit.

Dr. Norbert Tiemann war bis vor wenigen Monaten mehr als 20 Jahre Chefredakteur der WN und konnte somit aus erster Hand die Chancen aber auch die Gefährdungen einer freien Presse darstellen. Unerlässlich für gute journalistische Arbeit sei die strikte Trennung von Nachricht und Meinung (Kommentar). Die Diskussion im Anschluss an das anspruchsvoll wie kurzweilige Referat vertiefte nochmals die von Dr. Tiemann vorgetragenen Positionen. Die Anwesenden dankten mit großer Zustimmung.

 

   

St. Martinus Nottuln  

   

Ich bin im Kolping, weil ...  

   

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