Die Kolpingsfamilie Nottuln hat einen der Ehrenamtspreise 2025 in der Gemeinde Nottuln bekommen. Gestiftet wurde dieser von der Sparkasse Westmünsterland.
Stellvertretend für ALLE ehrenamtlich Engagierten in der Kolpingsfamilie haben wir den Preis entgegengenommen.
In ihrer Laudatio, die der Dechant Norbert Caßens mit dem Bürgermeister Dr. Dieter Thönnes zusammengehalten haben, kam deutlich hervor, dass alle sich leiten lassen von den Worten Adolph Kolping: „Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist.“
Zwei Themenfelder wurden in der Laudatio besonders hervorgehoben: Die „Seniorenstube Nottuln“, die es seit über 40 Jahren in Nottuln gibt, als Antwort auf das zunehmende Alter von Menschen und die Gefahr der schleichenden Vereinsamung. Und die Aktion „Jedem Kind ein Mittagessen“ als Antwort auf die oft so versteckte Armut mitten in unserer Gesellschaft, so die beiden Laudatoren.
In der Bewerbung um den Ehrenamtspreis stand:
Gemeinschaft statt Einsamkeit.
Diesen Gedanken haben die Verantwortlichen der Kolpingsfamilie Nottuln bereits im Jahr 1982 erkannt und sind mit ihrer Seniorenstube gestartet. Gerade ältere Menschen erfahren oft abnehmende Sozialkontakte. Mit der Seniorenstube haben sie einen Ort der Begegnung geschafften. Von einem ehrenamtlichen Team werden die Gäste mit selbstgebackenen Kuchen und Kaffee versorgt. Neben diesem Angebot, das sich mittlerweile ,,Kaffeepause" (jeden Donnerstag von 14:30 - 16:30, zur Marktzeit) nennt, finden in den Räumlichkeiten auch weitere Angebote statt, die Menschen in Kontakt bringen und Gemeinschaft erleben lassen.
Das Projekt „Jedem Kind ein Mittagessen“ in Nottuln sorgt dafür, dass alle Kinder in den Nottulner Kitas und Schulen eine warme Mahlzeit bekommen – auch dann, wenn es ihre Familien nicht schaffen, dafür aufzukommen.
Besonders hervorzuheben ist dabei das Engagement von Gerhard Schmitz, langjähriges Mitglied der Kolpingsfamilie Nottuln: Er übernimmt seit mehr als 10 Jahren ehrenamtlich die Betreuung dieser Aktion unter dem Dach der Bürgerstiftung Nottuln. In all den Jahren hat er zahlreiche Spendengelder akquiriert, betreut die Finanzen und ist die vertrauensvolle Ansprechperson für Spender:innen, Schulen, Kitas und Fördernde. Ob bei der Entgegennahme freiwilliger Spenden von der Volksbank, von Privatpersonen oder bei symbolischen Zuwendungen wie vom Rotary Club – stets ist er dabei, organisiert, vermittelt und sorgt dafür, dass die Mittel schnell und unbürokratisch dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Dank seines Einsatzes gelingt es, jährlich mehr als 100 Kinder in Notlagen unkompliziert zu unterstützen – mit einem Gesamtbedarf von etwa 15 000 bis 17000 Euro.
Dass dieses Projekt auch in Zukunft unerlässlich sein wird, zeigen die steigenden Anfragen nach Unterstützung wie zum Beispiel für das neu initiierte Projekt „Pausenfrühstück“ an der Liebfrauenschule Nottuln.
So wird in Nottuln sichergestellt: Kein Kind muss hungrig lernen – und das ist maßgeblich Gerhard Schmitz’ Verdienst: Ohne ihn geht es nicht!
Am Ende des Jahres 2025 wird er diese Aufgabe vertrauensvoll in die Hände seines Nachfolgers, Martin Gesmann, legen. Daher ist es meiner Meinung nach Zeit, „danke“ zu sagen vor allem auch im Namen der Familien, die durch diese Hilfe unterstützt wurden.
So hat die Kolpingsfamilie erkannt: „Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist.“